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Sonntag, 7. Oktober 2018

Landesjugendmeisterschaft 2018


Das Experiment der Zusammenlegung der Landesjugendmeisterschaft BW und Bayern wurde dieses Jahr am Starberger See in Bayern durchgeführt.
Für uns ging es am Mittwoch auf nach Starnberg, um uns entspannt für die LJM fertig zu machen.
Da sich die Pläne am Abend vorher noch etwas geändert hatten konnte ich mich mit einem zusätzlichen Stuttgarter Segler auf den Weg nach Starnberg machen. Weswegen ich erst nach dem Aufladen am Segelclub des StSC´s noch nach Stuttgart fuhr und last minute Segelsachen und Klamotten gepackt wurden. Als dann das Auto und der Wohnwagen bis oben hin vollgepackt waren, fuhren wir etwas später los als gedacht.
Angekommen in Starnberg kamen wir in den Genuss der super Organisation des SCW´s. Denn wir durften als einzige Klasse im Parkhaus übernachten. Wir machten es uns also, zumindest den ersten Abend, überdacht in unserem schnucklig begrünten Parkhaus gemütlich. Nachdem sich die Nerven Aller etwas beruhigt hatten vesperten wir gemeinsam inmitten der Wohnwägen.
Mit der Autobahn direkt neben oder vielleicht doch eher im Parkhaus hinterließ die erste Nacht bei den Allermeisten Spuren vor großer Unzufriedenheit und Schlafmangel.
Zur Beruhigung gab es für uns erstmal eine ausgiebige Polieraktion der Boot und für uns selbst ein Frustmüsli aus der perfekt in den Tankdeckelöffnung passenden Müslischüssel.
Der Wettfahrttag startete danach mit der Anmeldung, der Eröffnung und anschließend der Steuermansbesprechung am Club des SCW´s.
Da einige noch ihre Boote fertig aufbauen mussten und der See als Spiegel eine gute Figur machte gab es erstmal Startverschiebung. Nach Verlängerung der Startverschiebung auf ca. 16 Uhr konnten wir die Gunst der Stunde nutzen, um aus unserem geliebten Parkhaus auszuziehen. Wir zogen anschießend an längere Organisation und häufigen Beschwerden zum BYC um. Leider mussten wir die Europe Flagge aus dem Wohnwagenfenster abnehmen, um uns unter den 420er Seglern getarnt zu halten.
Wegen einer grandiosen Idee der Wettfahrtleitung durften wir uns direkt im Anschluss an unseren Umzug auf den langen Weg im Schlepp, zu unserem gut gewählten Regattagebiet machen. Die Bayrischen Schleppmeisterschaften wurden nun also endlich auch auf dem Wasser gestartet. Draußen angekommen konnten wir wie erwartet keine Wettfahrt starten. Das sah auch die Wettfahrtleitung nach einiger Dümpelei endlich ein.
Am Abend gab es dann beim Bayrischen Yachtclub Fleisch und Würstchen vom Grill und als bayrischen Zusatz Obatzda, Krautsalat.
Bei der Verlosung konnte ein Europesegeler mit einer aufblasbaren Brezel zum Schwimmen glücklich gemacht werden. Bevor wir uns in unsere Betten machten, sicherten wir alle zusammen erst noch die Boote wegen eines aufziehenden Gewitters.

Der zweite Regattatag sollte dann um 9 Uhr und mit 6 optimistisch geplanten Wettfahrten gestartet werden. Für die Schleppmeisterschaft beginnt somit Tag 2.
Wie man das in Bayern scheinbar nennt wurden erstmal 2 Micky-Mausrennen gestartet. Bis zum dritten Lauf des Tages mussten wir noch wegen wenig Wind eine Weile warten. Letztendlich zog eine Regenfront mit Wind auf und wir konnten den Lauf, zur Freude einiger erfahrenerer Europesegler, mit mehr Wind starten. Jedoch Flagge O, für die Erlaubnis zum Pumpen, wurde auch nach Nachfrage gekonnt weggelassen. Der vierte Lauf bescherte leider einem Segler einen Frühstart. Der letzte Lauf an diesem Tag war wieder von wenig Wind geprägt. Das wichtigste aber war wir hatten jetzt schon eine gültige Meisterschaft, mit 9 Seglern aus Baden-Württemberg und einem aus Rheinland-Pfalz.
Da wir alle unglaublich hungrig waren fuhren wir mit dem Fahrrad zum Münchner Jachtclub um dort festzustellen, dass auch die Absprache zwischen den Segelclubs nicht optimal war, denn die Verlosung war schon vorbei. Glücklicher Weise hatten sie aber für genug Essen gesorgt.
Beim Warten auf den Wind über den Tag hatten wir entschieden nach dem Essen dem neu umgebauten Schwimmbad neben dem BYC einen Besuch abzustatten, wobei das Dampfbad und natürlich die Rutsche den Abend retteten.

Obwohl wieder 6 Wettfahrten für den dritten Tag geplant waren, begann der Samstag mit einer riesigen AP-Flagge, also Startverschiebung. Gegen alle Erwartungen beschloss die Wettfahrtleitung um 11 dem spiegelglatten See einen Besuch abzustatten. Dank der Übung der letzten Tage konnten nun wenigstens fast alle der 10 Europes perfekt schleppen, was ja auch schon ein Fortschritt ist.
Am Startschiff angekommen beschlossen wir wegen der wenig aussichtsreichen Lage erstmal im Schlepp zu bleiben.
Unsere Taktik war schnell aufgestellt, im Schlepp wie ein Hai um das Startschiff kreisen, um die Wettfahrtleitung etwas nervös zu machen. Als das nicht direkt funktionierte beschlossen wir ganz ans Startschiff heran zu fahren und Brezeln für alle abzuholen. Die ersten Beiden im Schleppverband hatten inzwischen unserem privaten und hervorragenden Schleppmeister Gesellschaft geleistet und mussten eine akrobatische Aktion vollbringen, um ihre Boote bei der Begegnung mit dem Startschiff zu retten. Die Stimmung in unserer Schleppgruppe war inzwischen ausgelassen, da wir zwei unserer Fressboxen mit Würstchen und Brezeln ins Wasser schmissen uns sie sich der Nächste im Vorbeifahren wieder rausangelte. Etwas problematischer gestaltete sich die Rückgabe der leeren Fressboxen, aber auch das ließ sich mit einem Segler im Trocki schnell lösen. Wie ein Astronaut zog er sich mit den leeren Boxen im Gepäck zum Motorboot zurück. 
Letztendlich gab die Wettfahrtleitung auf und ließ uns pünktlich zum Mittagessen wieder an Land. Zugegebenermaßen trauten wir unserer Wettfahrtleitung inzwischen alles zu. Weshalb es uns auch nicht überraschte, dass wir um 16 Uhr noch einmal eine Runde auf dem spiegelglatten See drehten, wobei wir grade so aus der Hafenausfahrt kamen, um dann wieder umzukehren.
Nach der Frustration des ewigen Schleppens ohne zu Segeln, drehten wir mit ein paar der Segler noch einige Runden auf dem Stand Up Board hinter dem Motorboot. Der Nachmittag war also gerettet. Der Abend ließ sich zufrieden beenden mit einer Portion Lasagne beim SCW und dem Grillen in Beisammensein aller Europesegler mit Eltern an der langen Tafel.

Wie schon vermutet startete der letzte Tag wieder Mal sehr früh mit 5 geplanten Wettfahrten.  Wir mussten nach der morgendlichen Besprechung direkt Auslaufen. Also galt es für uns, uns schnell umzuziehen und zum vierten Tag der Bayrischen Schleppmeisterschaft aufs Wasser zu gehen. Leider sah der Wind nicht vielversprechend aus, trotzdem wollte unsere Wettfahrtleitung jeden Hauch von Wind mitnehmen. An unserem Regattafeld angekommen konnten wir relativ schnell starten. Die Wettfahrtleitung schickte uns, im Gegensatz zu den vor uns gestarteten Lasern, von der Lee Tonne doch nochmal zur Luv Tonne um erst dort Bahnverkürzung zu machen. Mit einem Tonnenleger Boot, dass nicht rechtzeitig genug fest vor Anker lag, war auch das sehr ungünstig gelöst.

Nach langer Wartezeit dachten wir, unsere Bäuche bei der Pasta-Party füllen zu können, was aber wegen sehr kleinen versalzenen Portionen schlecht möglich war. Mit einer Flasche Wasser waren wir dann perfekt zur Siegerehrung in praller Sonne gerüstet. Insgesamt konnte jeder mit seiner Leistung zufrieden sein und wird bestimmt an diese LJM mit einem Schmunzeln zurückdenken.
Das Treppchen belegten Tobias Postel SGW (3), Ella Spannnagel YCI (2) und Viola Loos StSC (1).
Viola Loos GER 128

Freitag, 6. Juli 2018

IDJM 2018







IDJM am Dümmer 
Kaum angekommen am Dümmer, wurden wir mit dem großen Willkommensbanner begrüßt, wir wussten also schon einmal, dass wir nicht 15km nach der Autobahn durch Wiesen und Wälder gefahren sind, um uns dann in den letzten Zügen doch noch zu verfahren.
Da wir nach 600km Fahrt und sehr sehr vielen Baustellen doch ganz schön geschafft waren, luden wir nur noch das nötigste aus unseren Wohnwagen aus und fielen ins Bett.

Am Mittwochmorgen konnten wir dann ganz entspannt in unserem mückenfreien Wohnwagen bleiben und warten bis sich Leben um uns entwickelt. Nach einem entspannten Frühstück konnten wir uns zur Anmeldung ins Regattabüro und zur Vermessung aufraffen. Zum Nachsprühen einiger Messmarken wurden in der eigens eröffneten “Lackiererei“ Präzisionsarbeit betrieben, um gelbe, mattschwarze und mattweiße Messmarken mit einer langen Lebensdauer zu erschaffen. Nachdem das mal besser und mal schlechter geklappt hatte, machten wir uns mit unseren vollbepackten Booten auf zum großen weißen Zelt der Vermessung. Da dort das Vermessungsteam mit nicht allzu vielen Helfern ausgerüstet war, zog sich das Ganze doch etwas in die Länge. Zwischendurch wuchs das anwesende Europe Team aus dem Süden noch weiter und wir waren alle happy wieder vereint zu sein. Nach gefühlt 3 Wasserflaschen und einer dringen nötigen Abkühlung im See, hatten wir´s dann auch mal geschafft mit unseren Booten durch die Vermessung zu kommen. Nach erfolgreicher Vermessung gab es für jeden Segler noch einen kleinen Goodie-Bag.
Nach der Begrüßung und einer Steuermannsbesprechung gab es dann endlich für uns hungrige Europesegler ein sehr leckeres Buffet mit Reis, Nudeln, Salat. Mit gut gefüllten Bäuchen haben wir den Abend dann mit Tischtennis und entspannten zusammensitzen genossen.

Der erste Wettfahrttag begann mit den letzten Korrekturen an Rudern und Schwertern.


Wir Südler waren mal wieder die Letzten, die sich auf den Weg durch das 1,5 m flache Wasser zur Startlinie machten. Dort angekommen konnten wir 4 zivilisierte Wettfahren starten, nur einmal musste „black flagg“ gesetzt werden sowie zweimal Flagge U. Klar war von Anfang an, wer kentert, muss schnell zur Mastspitze laufen und sie vor dem Schlamm retten. Der Wind war geprägt durch viele Winddreher, ein paar heftige Böen und Windschwankungen. Zur Freude von vielen wurde in zwei Wettfahren "O" gesetzt und somit war pumpen angesagt, denn es hatte erfreuliche 3-4 Beaufort. 


Damit der Wettfahrtleitung nicht langweilig wurde, legten sie auch während der Läufe ständig die Tonnen um, natürlich auch, damit sie uns optimale Bedingungen bieten konnten. Was ihnen hervorragend gelang. Insgesamt wurde mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft gesegelt und gekämpft. Die ein oder andere Kenteraktion war leider doch dabei.
Ein Highlight war auch das Hafenkino als 40 Europes versuchten mehr oder weniger elegant in den kleinen Hafen zu kommen und dort ihre Segel runter zu ziehen. Nach einer warmen und kuscheligen Duscheinheit trafen sich alle zur Tombola (gespr. Tommmbolaaaa) im Clubhaus. Dort konnten wir richtig was abstauben (5kg Nudeln, Bluetooth-Lautsprecher, 2 Trockenbeutel, ein Schäkelöffner und ein Taschenmesser). Tommmbolaaaa!!!!!! Was die Stimmung etwas trübte, war die Tatsache, dass wir die Happy Hour verpasst hatten. Anschließend stärkten wir uns ausgiebig beim Burgerbuffet (!!!ABER BITTE ERSTMAL NUR EIN BURGER UND NUR EIN FLEISCH PRO BURGER!!!) für alle die es noch nicht verstanden haben (!!!NUR EIN FLEISCH PRO BURGER!!!).
Danach hieß es noch für uns, den Abend ganz gemütlich mit einer schon traditionellen Runde Hütten UNO und einer Massage auf der äußerst bequemen Couch ausklingen zu lassen . Jedoch riefen unsere Betten relativ früh, was unseren süddeutschen Muskeln doch ganz guttat. 

Am nächsten Morgen sollte es pünktlich um 11 Uhr losgehen, aber leider herrschten eher südliche Verhältnisse; so beschloss die Wettfahrtleitung erst um 16 Uhr eine neue Startmöglichkeit anzusetzen. Es entstanden also fünf entspannte Stunden, in denen die einen schliefen während sich die anderen mit diversen Ballsportarten vergnügten. Mittags gings dann zum Döneressen nach Lemförde. Als sich der Wind auch nachmittags nicht blicken ließ, wurde der Start um eine weitere Stunde nach hinten geschoben. Doch auch das half noch nichts. So brach die Wettfahrtleitung für den Tag ab und wir genossen (diesmal) die Happy Hour in vollen Zügen. Die obligatorische Tombola durfte natürlich nicht fehlen. Mit einem wieder sehr guten Salatbuffett und Gegrilltem ließ sich unser Seglerbauch füllen. Nach einer Runde Schaukeln und dem Beurteilen der nicht immer vorteilhaften Fotos, der ersten zwei Segeltage, konnten wir bei dem Film „Fack ju Göhte 3“ nochmal unsere Lachmuskeln in Anspruch nehmen.
Damit wir den Rückstand der Wettfahrten ausgleichen konnten segelten wir am nächsten Tag mal wieder 4 Wettfahrten. Weil der Wind etwas launischer war, hatten die Ein oder Anderen ein paar Schwierigkeiten. Zudem war der direkte Kampf mit der festen Regattatonne 5, die Mitten im Kurs lag, immer wieder Teil unserer Wettfahrt. Dabei mussten wir jedoch immer wieder aufgeben, denn unsere Boote hatten natürlich in keiner Weise eine Chance gegen den Dickkopf der Tonne.
Nach einem Fauxpas der Wettfahrtleitung, wodurch das Startsignal 20 Sekunden früher ertönte als korrekt, war die Verwirrung groß und der Lauf musste abgebrochen und neu gestartet werden. Danach konnten wir noch 2 Wettfahrten mit schwankender Windstärke und der enormer Sonne ausgesetzt absolvieren.
Bei manchen gab es zwischendurch aufgrund eines unpassenden Trimms ein paar Verzweiflungsmomente, was aber durch Angleichen vor der nächsten Wettfahrt mit ein paar Korrekturen behoben werden konnte.
Im Hafen angekommen waren dann doch alle überwiegend mit ihrer Leistung zufrieden.
Nach der Duschrunde, wie immer mit Musik, saßen wir noch auf dem Steg zusammen, mussten uns aber dann den Blutsaugern geschlagen geben. Somit war es Zeit zur Tombola zu eilen um noch was zu gewinnen. Danach galt es für uns die Happy Hour auszukosten und uns am Buffett nach dem anstrengenden Tag zu stärken. Schließlich gab ein DJ noch sein Bestes um die Stimmung anzuheizen und uns ein bisschen zum Tanzen zu bringen. Da das nicht optimal funktionierte hieß es für uns Südler dann doch ab ins Bett und Leistungsschlaf.

Am Sonntag musste wegen 8 gesegelten Wettfahrten nur noch eine gesegelt werden. Da ich (Viola) etwas angeschlagen war musste ich den letzten Tag für mich streichen und verbrachte den Tag im Wohnwagen mit Schlafen.
Die anderen segelten mit deutlich weniger Wind als angesagt noch einen schwierigen Lauf. Dieser war geprägt durch viele Winddreher und schmale Windstriche, womit es schwierig zu segeln war. Mit unterschiedlich guten/ schlechten Ergebnissen wurde das Feld auch im vorderen Teil noch etwas durchmischt.
Killian Vermeersch aus Belgien konnte über die drei gesegelten Tage zeigen wie gut er mit allen Windverhältnissen klarkommt und die Internationle Deutsche Jugendmeisterschaft für sich entscheiden.
Nach einer schönen Siegerehrung mit einer weiteren Verlosung (Glückwunsch an Kati zu ihrer neuen Go Pro) und einem Eintrag in das „Gästebuch“ des SVHs konnten wir unsere Sachen alle zusammenpacken und uns auf die 600km Fahrt nach Hause freuen. Leider wurde diese durch ein heftiges Gewitter mit Starkregen, der einsetzenden Dunkelheit und der Tatsache, dass ich wegen Schmerzen nicht fahren konnte sehr erschwert. Um zwei Uhr nachts sind wir zu Hause nur noch zufrieden in unsere Betten gefallen.
Vilen Dank an die SVH für die schönen Tage und die Bilder.
Viola, Tilman & Ella
GER 128, GER 1702 & GER 1673

Mittwoch, 6. Juni 2018

Hochseesegeln in Süddeutschland

Hochseesegeln in Süddeutschland

Ja richtig gelesen, Hochseesegeln geht auch in Süddeutschland, zwar etwas anders als im Norden Deutschlands aber es geht. Denn während die einen weit raus auf die offenen See fahren, fahren wir einfach an deutschlands höchstgelegenes Segelrevier, den Schluchsee unweit des Feldbergs im Schwarzwald auf 930 Meter über dem Meeresspiegel.

Regatta mit Hindernissen

Da die Regatta an einem langen Wochenende lag, reisten die ersten Segler schon am Donnerstag an um noch ein wenig zu Trainieren. Der Großteil des Feldes Traf dann aber doch erst am späten Freitag Abend oder am Samstagmorgen am Schluchsee ein. Da mussten wir aber feststellen, das ein paar Leute fehlten. Mit der Hilfe des ausrichtenden Vereins konnte dann noch ein Segler gefunden werden, damit wir zumindesteine gültige Rangliste hatten. So ging es dann nach einer kleinen Stärkung und der Steuermannsbesprechung für acht Europes auf Wasser, die zwei fehlenden sollten erst im Laufe des Tages eintreffen, aufs Wasser. Bei zunächst leichten und stark drehenden Winden die für den Schluchsee typisch sind wurde das erste Rennen gesegelt. Dabei wurden die Positionen eher gewürfelt als gesegelt, denn während im ersten Moment die rechte Seite gut war, war es fünf Meter weiter schon wieder schlecht. So konnte man von ganz vorne nach ganz hinten gespült werden, nur um im Ziel dann doch wieder ganz vorne mit dabei zu sein. Umgekehrt ging das ganze natürlich zum Leidwesen einiger auch. Nur Rainer ließ sich von der ganzen Sache wenig beeindrucken und gewann den ersten Lauf souverän. Nach etwas warten ging es dann mit den Läufen zwei und drei bei etwas stärkerem und stabilerem Wind weiter. Dabei gab es in jedem Lauf einen anderen Gewinner. Nach dem Zieldurchlauf ging es dann zurück in den Hafen, wobei es ich auszahlte, wenn man wusste wo man denn am Mittag gestartet war, denn sonst konnte es sehr leicht vorkommen, das man am falschen Clubgelände anlandete. Als auch dieses Hindernis von allen genommen war, gab es, wie eigentlich immer, ein super Abendessen. Am späten Abend gab es dann noch ein Lagerfeuer das auch gut angenommen wurde, da es auf über 900m ü.NN. nunmal doch noch etwas kühler ist als unten im Rheintal.
Der Sonntag begann dann mit einem gemütlichen Frühstück da erst ab zehn Uhr Auslaufbereitschaft war. So kam es dann auch, das die letzten Segler sich erst um kurz nach zehn Segelbereit machten. Wie sich herausstellte war das aber auch nicht schlecht, denn gerade als wir ins Wasser wollten kam eine Europe schon wieder in den Hafen. Wie sich herausstellte mit einem kleinen Schaden am Boot. Schon wieder keine zehn Boote an der Startlinie, Mist! Nachdem das beschädigte Boot begutachtet und das Loch mit etwas Tape vorläufig abgedichtet war und sich der betroffene Segler wieder beruhigt hatte, konnten wir dann endlich die Boote zu Wasser lassen. Wie wir feststellen mussten waren die anderen in dieser Zeit schon zum vierten Lauf gestartet. Bis wir dann am Startschiff waren, war dieser Lauf dann auch schon fast beendet, da uns ein riesiges Flautenloch den weg vom Hafen ins Regattagebiet versperrte. Zum Glück waren sechs Läufe ausgeschrieben, sodass es eigentlich möglich sein sollte, zumindest einen Lauf mit dem vollen Starterfeld zu segeln. Relativ schnell wurde dann auch ein weiterer Start durchgezogen. Da der Wind allerdings nachlies und stark drehte entschied der Wettfahrtleiter, zum Unverständnis einiger den Lauf abzubrechen und uns nach Hause zu schicken. Der erste Frust über das die Regatta nun doch nicht in die Rangliste zählte war dann recht schnell verflogen und die Erkenntnis, dass wir alles versucht haben und dann das Glück einfach nicht auf unserer Seite war überwog. Alles in Allem war es aber dann doch ein schönes Wochenende mit bestem Wetter im Schwarzwald.

Den Sieg konnte sich Henry vor Jano und Hans sichern. Außerdem noch nochmal ein großes Dankeschön an den Segelverein Schluchsee für die Ausrichtung der Regatta und die Mithilfe.

Christian GER 135

Montag, 16. April 2018

Regatta in Plobsheim


Regatta in Plobsheim
Am Samstag fanden sich 19 deutsche Segler und eine (!) Französin im - man bedenke – französischen Plobsheim bei Straßburg ein. Einigen fehlte noch das Auslandskriterium für die JEM am Gardasee bzw. die WM in Kühlungsborn. Theoretisch warenLäufe geplant, praktisch machte uns der Wind einen fetten Strich durch die Rechnung. Am Samstag beherrschten Flaute und tausende kleine Fliegen den Tag.

Bald ließ sich ein Platz auf der Wiese finden, an dem die Fliegen wohl nicht so gerne waren. So konnten die einen Volleyball spielen, während die anderen UNO spielten oder sich auf ihr Mathe-Abi vorbereiteten. Die Organisation der vielen WhatsApp Gruppen wurde ebenfalls ausgiebig diskutiert und ein Bobby-Car designed. Mittags erreichte auch Simon nach viel Stau endlich die „deutsche Auslandsregatta“.

Gegen Abend zeigte sich der Wind doch noch kurz, so dass drei Europes doch noch den Weg aufs Wasser fanden. 
Danach trafen sich die Südler zum gemeinsamen Grillen. In den Gesprächen und beim Beobachten einiger Fledermäuse kam heraus, dass Fledermäuse anscheinend auf Kekse und andere Dinge fliegen, wenn man diese in die Luft wirft. Das musste natürlich gleich ausprobiert werden. Gesagt, getan. Simon schnappte sich also einen Keks und warf ihn in die Lüfte, leider ohne großen Erfolg. Später löste sich die Runde nach und nach auf.

Der Sonntag sah schon etwas vielversprechender aus. Morgens zeigten sich leichte Wellen auf dem See und da viele wie gesagt ihr Auslandskriterium brauchten, beschlossen alle trotz gesetzter Startverschiebung auszulaufen. Einige Zeit später erschien auch schon die Wettfahrtleitung – ein wenig Druck machen scheint wohl doch zu helfen. Da allerdings einige Zeit verstrich bis der Kurs gelegt war, verschwand der anscheinend etwas schüchterne Wind wieder. Also alle wieder an Land und warten, wo schon einige Pläne für ein mögliches anderes Auslandskriterium geschmiedet wurden. Tschechien oder Holland – das war die große Frage. Währenddessen schafften es einige höchst motivierte Eltern (vielen Dank an dieser Stelle) die Wettfahrtleitung doch noch zu einem Schweinerennen zu überreden, so der Wind sich noch einmal trauen würde vorbeizuschauen. Tatsächlich war das relativ kurze Zeit später der Fall, so dass wieder alle rausfuhren und dann doch noch ein Lauf gestartet werden konnte. Trotz immer weniger werdendem Wind schafften wir es trotzdem nach baldiger Bahnabkürzung ins Ziel zu treiben. Zurück an Land wurden die Boote abgebaut, eingepackt und verladen. Im Anschluss fand die Siegerehrung mit einem anschließenden kleinen „Umtrunk“ statt.



Pilar konnte sich wieder einmal den ersten Platz sichern. Zweite wurde die Französin Claire-Marie Dubreucq und dritter Christian Diebold.
Vielen Dank an das Team der Wettfahrtleitung für ihre lieben Bemühungen.

Ella
GER 1673